Bastian Raithel (Grüne Bayreuth, Kreisverband Bayreuth-Stadt)

Grundeinkommen und soziale Gerechtigkeit

Ja ich bin für ein Grundeinkommen, und zwar in Form einer negativen Einkommensteuer.

Und ja mir sind die mannigfaltigen Bedenken der Gegner des Grundeinkommens bekannt. Aber ich teile Sie nicht.

Stellen Sie sich die einfache Frage was Sie tun würden, wenn Sie wüssten: Sie erhalten jeden Monat 1000€ einfach so.

Würden Sie Ihren Job kündigen und faul herum liegen? Oder würden Sie sich vielleicht selbständig machen mit einer Idee, die Sie schon lange haben? Oder wären Sie vielleicht einfach zufriedener, weil Sie mit Ihrer Tätigkeit so wenig verdienen, dass Sie jeden Euro 2mal umdrehen müssen?

Wir als Gesellschaft können es uns leisten uns ein Grundeinkommen zu bezahlen. Deutschland stellt so viele so hochwertige Produkte her und ist so stark automatisiert, dass niemand am Ende der Einkommenskette Not leiden muss.

Es ist doch absoluter Irrsinn, dass wir unbedingt 40 Stunden arbeiten wollen, um unser Geld zu verdienen. Was wir dabei tun ist fast egal, und wenn es einfach nur Papier von A nach B tragen ist. Hauptsache wir haben gearbeitet ob es sinnvoll war oder nicht.

Wir dürfen uns erlauben, uns eine Welt vor zu stellen, in der wir nur Sinnvolle Dinge tun und diese Arbeit so zu verteilen, dass die Belastung für die Menschen einigermaßen gleich ist.

Und ja wir können das finanzieren, in dem wir das obere 1%, unsere Spitzenverdiener bitten Ihren Teil bei zu tragen. Damit ist nicht der Ingenieur oder Arzt gemeint, sondern diejenigen die eine 120 Meter Yacht aus der Kaffeekasse bezahlen können. Wenn jemand so viel Geld hat, dass er etwas so Sinnloses erzeugen lassen kann, das so viele wertvolle Ressourcen bindet, dann hat er schlicht zu viel Geld.